Unterschiede zum “direkten” Mobbing

Der wesentliche Unterschied zwischen dem “unmittelbaren” Mobbing und Cyber-Mobbing lässt sich in vier Punkten zusammenfassen:

Quelle: Gerd Altmann

Es kann rund um die Uhr in das Privatleben eingegriffen werden

Da die Attacken beim Cyber-Mobbing meist über das Internet oder das Handy erfolgen, werden die Opfer selbst zu Hause verfolgt, sodass die eigenen vier Wände nicht vor Mobbing-Attacken schützen. Meist beginnen die eigentlichen Cyber-Mobbing Attacken erst nach der Schule oder der Arbeit. Nur wer auf die Nutzung von neuen Medien verzichtet, was Handys in diesem Fall  einschließt, kann sich zu Hause vor den Attacken schützen.

Die Zahl der Zuschauer ist unermesslich groß.

Einmal vom Cyber-Bully hochgeladen, verbreiten sich Nachrichten, Bilder und Videos extrem schnell und sind kaum kontrollierbar. Bilder können Beispielsweise von einem Sozialen Netzwerk ohne viel Aufwand in ein anderes kopiert werden. Aus diesem Grund sind Bedeutung und Dimension von Cyber-Mobbing viel größer als beim “unmittelbaren” Mobbing. Inhalte können immer wieder auftauchen und den Opfern das Vergessen und die Bewältigung der Taten schwermachen.

Täter können unerkannt angreifen

Die Unkenntnis über den Täter kann bei Opfern zusätzlich zu Verunsicherung und Angst führen, weil sie nicht wissen wer sie Angreift. Darüber hinaus kann die Anonymität des Täters ihn in trügerischer Sicherheit wägen und leider auch eine hartnäckige Ausdauer bescheren.

Cyber-Mobbing erweitert den Spielraum für Täter

Während es beim “unmittelbaren” Mobbing selten vorkommt, das Täter und Opfer ungleichen Alters oder das Opfer im Grunde macht über die Täter haben, sieht es beim Cyber-Mobbing ganz anders aus. Cyber-Mobbing kann sowohl zwischen Gleichaltrigen geschehen als auch zwischen unterschiedlichen Generationen. So können beispielsweise auch Lehrer Mobbingopfer von Schülern werden. Identitäten können spielend leicht aufgebaut werden und stehen oft in keinem Zusammenhang mit der Wirklichkeit.

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